Kategorie Fantasy Filmfest 2014

Redirected

Redirected

Eines verhängnisvollen Nachts trafen sich die Publikumslieblinge „Snatch“, „Hangover“ und „EuroTrip“ zu einer richtig versauten Orgie. Das Ergebnis vom Austausch der cineastischen Körpersäfte ist „Redirected“, ein britisch-litauischer Action-Krimi-Komödien-Hybrid, der seinen Vorbildern bei jeder Gelegenheit fleißig nacheifert.

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Suburban Gothic

Suburban Gothic

Raymond (Matthew Gray Gubler) baut seine Zelte in der großen Stadt frustriert ab und zieht wenig begeistert in seine Heimatstadt und zu seinen Eltern (Ray Wise, Barbara Niven) zurück. Dort angekommen wird der ehemals stark übergewichtige und depressive Junge mit zahlreichen Altlasten konfrontiert. Eine Clique aus ehemaligen Mitschülern will ihm die längst überfällige Tracht Prügel erteilen und die paranormalen Visionen, die ihn als Kind gequält und seither Ruhe gegeben haben, sind wieder allgegenwärtig.

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Time Lapse

Time Lapse

Das junge Paar Callie und Finn (Danielle Panabaker, Matt O’Leary) lebt mit Jasper (George Finn) in einer 3er-WG und ist außerdem für die Hausverwaltung des Gebäudekomplexes zuständig. Als ihr Nachbar, der Wissenschaftler Mr. Bezzeredes plötzlich vom Erdboden verschluckt wird, forscht das Trio in seiner Wohnung. Was sie statt ihrem Nachbarn finden bringt ihre Köpfe zum Dampfen. Eine überdimensionierte Kamera, die auf ihr eigenes Wohnzimmerfenster gerichtet ist und jeden Tag um 8 Uhr ein Foto macht. Weil das nicht schon bedenklich genug ist, macht der Apparat kein reguläres Foto, sondern ein Foto aus der Zukunft. Genauer gesagt, 24 Stunden in der Zukunft.

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Faults

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In einer längst vergangenen Epoche war Ansel Roth (Leland Orser) die amerikanische Autorität im Bereich der Sekten-Psychologie, mit erfolgreichem Buch und eigener Fernseh-Show. Doch diese Zeit ist vorüber, heute hält er sich mit karg besuchten Präsentation und schleppenden Buchverkäufen über Wasser und schläft in seinem Auto.

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5 Zimmer Küche Sarg (What We Do in the Shadows)

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Kaum eines der klassischen Filmmonster hat in der modernen Popkultur derartig viele Höhen und Tiefen erlebt wie der Vampir. Durch unzählige Genres wurde er mit variiender Qualität gezogen, darunter kultige 80er-Horrorkomödie („The Lost Boys“), epische Romanze („Interview with the Vampire: The Vampire Chronicles“) und actionreiche Comic-Verfilmung, aus einer Zeit, aus der Comic-Verfilmungen noch für Erwachsene gemacht wurden („Blade“). Spätestens als vor einigen Jahren die narrativen Fehlgeburten der „Twilight“-Reihe Bücherregale und Kinosäle mit einem unverschämten und tragischen Erfolg besetzten, wurde sich der gemeine Zuschauer über 14 Jahren zweierlei Dingen bewusst: Dass wir von Vampiren endgültig die Schnauze voll haben und dass „Twilight“ eigenhändig eines der essentiellsten Monster der Popkultur unwiederbringlich getötet hat.

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The November Man

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Pierce Brosnans letzter Auftritt als ikonischer Spion James Bond war kaum mehr als eine Lachnummer. 12 Jahre nach „Die Another Day“ bekommt der Ire mit „The November Man“ eine neue Chance, seine Ehre als Spion wiederherzustellen. Sein CIA-Agent Devereaux ist eigentlich schon vor Jahren aus dem Geheimdienst ausgeschieden, doch wie die reißerische und generische Zeile des Plakats vorherschickt, „a spy is never out of the game“.

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The Babadook

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In einem Café sitzt eine Mutter mit einer Gruppe von Mädchen. Die Kinder haben Spaß, springen über die Stühle, lachen und spielen, wie Kinder es tun. Auf dem benachbarten Platz sitzt ebenfalls eine Mutter, doch das Bild sieht komplett anders aus. Müde und erschöpft sieht sie ihrem Sohn dabei zu, wie er sein Eis verspeist. Der Junge ist das Gegenteil eines normalen Erstklässlers, er ist ruhig, abwesend und scheint von der Welt um sich herum so gar nicht angetan zu sein.

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Cold in July

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Nach bester Texas-Manier empfängt Richard Dane den nächtlichen Eindringling in seinem Wohnzimmer. Mit einer Kugel durchs Auge. Bevor Richards Schock abgeklungen ist, ist die Polizei vor Ort und das Ereignis wird als Notwehr abgestempelt und zu den Akten gelegt. Ganz beendet ist die Geschichte für Richard allerdings noch nicht, denn der von ihm erschossene Einbrecher hat einen Vater, der in einem Fall von besonders schlechtem Timing gerade aus dem Knast entlassen wurde. Natürlich stattet der grimmige Ex-Sträfling Russel(Sam Shepard) Richard und seiner Familie einige unerfreuliche Besuche ab und die Angst beginnt von Neuem.

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Jamie Marks Is Dead

jmid

Wenn man sich im Rahmen eines Filmfestivals in kurzer Zeit viele Filme zu Gemüte führt, sind in der Regel alle möglichen Entdeckungen und Enttäuschungen dabei. Es gibt Filme, die im Vorfeld gefeiert wurden, nur um letztendlich hinter großen Erwartungen zurückzubleiben. Es gibt schwache, gute und herausragende Filme. Was ein Festival aber besonders macht sind die obskuren Perlen, die niemand wirklich auf dem Zettel hatte. „Jamie Marks Is Dead“ war für mich die erste dieser Entdeckungen auf dem diesjährigen Fantasy Filmfest. Ohne viel über die Handlung des Films zu wissen hatte ich meine Karte für den Film gekauft, weil die Produktionsfirma Verisimilitude an „I Origins“, einem meiner persönlichen Favoriten des Jahres beteiligt war.

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Blue Ruin

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„Blue Ruin“ verhält sich zunächst überhaupt nicht wie die anderen amerikanischen Reißer der letzten Jahre, die sich mit Rache und Selbstjustiz auseinandersetzen. Wir treffen unseren Protagonisten Dwight (Macon Blair) in einem desolaten Zustand. Seine Haare wachsen unkontrollierbar, seine Klamotten setzen langsam Rost an und das Domizil des Obdachlosen ist sein schrottreifes Auto...

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