Kategorie Specials

La tortue rouge (Die Rote Schildkröte) / Interview mit Michael Dudok de Wit

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Unter den diesjährigen Nominierten für den Art Cinema Award des CICAE-Verbandes ist auch ein animiertes Werk. „Die Rote Schildkröte“, der Debüt-Langfilm des niederländischen Filmemachers Michael Dudok de Wit feiert während des Hamburger Filmfests seine Deutschlandpremiere und verzaubert sein Publikum mit feinster Animationskunst nach Tradition der japanischen Studio Ghibli-Filme. Nach Sichtung des Films konnten wir uns mit Michael Dudok de Wit für ein Interview treffen, in dem wir ihm allerlei interessante Antworten entlocken.

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Das Kinojahr 2015 – Die Auslese

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Knapp 550 Filme habe ich mir in diesem Jahr angesehen. Da bietet es sich an, einen Querschnitt durch das Angebot des Jahres zu ziehen und die Spreu vom Weizen zu trennen. In meiner Liste sortiere ich die Wagenladung von Filmen zu den 10 schlimmsten, den 20 besten und 20 weitere gute Filme, die ich 2015 im Kino gesehen habe.

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Genre-Fest am Rand der Republik: Das SHIVERS-Festival in Konstanz

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Kino ist immer auch Herzenssache. In den großen Multiplexen, die zwischen überteuerten Vorstellungen klebriges Popcorn unter den Sitzen aufsaugen, mag man diese Tatsache gerne aus den Augen verlieren. Die kleinen Bastionen, in denen die Vielfalt der Filmkunst gefeiert wird, sind jedoch nie weit entfernt. Im Falle des SHIVERS-Festivals haben sich eine Gruppe aus Kinomachern und Cineasten zusammengeschlossen, um eine Auswahl aus interessanten Genre-Filmen an den Mann zu bringen. Und das nicht etwa in einem großen Kultur-Puff wie Berlin, Hamburg oder München, sondern im Zebra, einem kleinen, gemütlichen Kino an der deutschen Südspitze. Zwischen dem 19. und 24. November 2015 werden dort aktuelle und vergangene Highlights des Genre-Kinos gezeigt. Wir freuen uns arg darüber, von der ersten Inkarnation des Events berichten zu dürfen und möchten im Vorfeld einen Überblick über das Festival und sein Programm verschaffen.

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Das 23. Filmfest Hamburg – Kinokunst in der Hansestadt

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Wieder blüht der Herbst und wieder findet sich die Auslese des weltweiten Kinos im schönen Hamburg ein, um die Hanseaten zu verzaubern. Die 23. Ausgabe des Filmfest Hamburg besticht mit einer Auswahl von 172 Filmen aus 52 Ländern. In diesem Jahr kommt das Programm des Festivals besonders stark daher und zeigt einige der besten Filme des Jahres. Selbstverständlich ist das Napalm-Duo erneut vor Ort und berichtet. Bevor wir uns in zehn Tagen Filmrausch verlieren, versorgen wir euch mit einer Übersicht über die Highlights des prall gefüllten Katalogs.

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Bier, Brezn, Bilder – Die Highlights des 33. Münchner Filmfestivals

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Nach den frostigen Winden Berlins und dem heimischen Festivalhafen Hamburg wird Neuland betreten! Erstmals geht es in diesem Jahr auf den Weg Richtung Freistaat Bayern, wo die kinematischen Früchte des 33. jährlichen Filmfestivals in München geerntet werden. Ich habe das Programm für 2015 unter die Lupe genommen und 10 Filme ausgesucht, auf die ich mich besonders freue!

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„Die 120 Tage von Sodom“ („Salò o le 120 giornate di Sodoma“) oder „Die Dekonstruktion der Menschlichkeit“

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10 Jahre nach einem erfolglosen Versuch, Pier Paolo Pasolinis schmutzigen Exzess komplett zu sichten, holte ich es im Rahmen einer Retrospektive im Berliner Arsenal-Kino endlich nach. Nach der 120 Minuten andauernden filmischen Tortur wird vor allem eines klar. Bei „Salò o le 120 giornate di Sodoma“ handelt es sich vermutlich um den aggressivsten und zornigsten Vernichtungsschlag, den ein respektierter Filmemacher jemals auf Zelluloid gebannt hat. Und dies liegt nicht nur an den expliziten und überaus unangenehmen Bildern und Dialogen. Es gibt wahrscheinlich so viele Wege, diesen Film zu verstehen und zu deuten, wie er Zuschauer hat. In diesem Artikel möchte ich meine Interpretation dieses Meisterwerks aus Exkrement und Perversion anbieten:

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Timos beste Kinoerlebnisse – Teil 1

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Raschelndes Popcorn, unnötig laute Essgeräusche, überflüssige Kommentare der Sitznachbarn, unpassendes Gelächter und natürlich der moderne Klassiker, das Rumfummeln mit dem Smartphone. All das sind nur ein paar der schlimmsten Nervfaktoren, denen man heutzutage im Kino begegnet. Und wer bereits einen Kinobesuch mit mir bestreiten konnte wird wissen, dass ich mich gerne und viel zu sehr über derartiges Fehlverhalten aufrege.

Warum zieht es mich immer noch regelmäßig ins Kino, obwohl es me...

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The Room oder „Die Faszination des schlechten Films“

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Ganze elf Male habe ich es um die Sonne geschafft, bis mich das amerikanische Film-Disaster „The Room“ in einem Berliner Kino ereilte. Der Film des Regisseurs/Autors/Produzenten/Hauptdarstellers Tommy Wiseau hat im letzten Jahrzehnt eine buchstäbliche Schneise der Verwüstung durch die Kinosäle der Welt gezogen. Auf seinem langen Weg durch die Mitternachtsvorstellungen in obskuren Lichtspielhäusern sammelte er dabei zahlreiche Prädikate, die bunter nicht sein könnten...

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Die tragische Hauptfigur von „Der Soldat James Ryan“ („Saving Private Ryan“)

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Am 6. Juni jährte sich mit dem D-Day ein militärischer Meilenstein, der vor allem in der westlichen Popkultur zu einem Symbol für den großen Umschwung geworden ist, der die entscheidende Wende im zweiten Weltkrieg brachte. Natürlich ist das nur die halbe Wahrheit, denn bei der endlosen Zahl an Fronten, an denen sich die Welt in den 40ern bekämpfte, scheint es unverschämt, ein einziges Ereignis als kriegsentscheidend herauszustellen (was die Amerikaner natürlich nicht davon abhielt).

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Die Schadenfreundinnen (The Other Woman) oder „Wie man Krebs verfilmen kann“

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Wow, was für eine provokative Schlagzeile! Von der Wahrheit ist sie allerdings nicht all zu weit entfernt, denn in meinen knapp 20 Jahren des Filmkonsums ist mir nur sehr wenig untergekommen, was mit „The Other Woman“ (zu deutsch „Die Schadenfreundinnen“) konkurrieren kann, wenn es um schiere Dreistigkeit, generelle Dummheit oder die Bedenklichkeit der weiblichen Charaktere geht.

Ende April 2014 wurde mir das zweifelhafte Privileg zu teil, „Die Schadenfreundinnen“ noch VOR allen anderen deutsch...

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