Kategorie Timo

Free Fire

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Das grobe, schnörkellose Action-Kino der 80er und 90er wird dieser Tage von Filmfans schmerzlich vermisst. Zum Glück gibt es aber immer wieder kleine Lichtblicke wie zum Beispiel „John Wick“, die effektgeladene Riesenschlachten mit generischen Charakteren zu Gunsten von handgemachten Stunts und knackiger, brutaler Action vernachlässigen. Das ist anscheinend auch dem Briten Ben Wheatley aufgefallen, der die Kinolandschaft jüngst im Titel wie „High-Rise“ oder „Kill List“ bereicherte. Mit „Free Fire“ versucht er, nach Horrorthrillern und Science-Fiction-Dystopien im Actiongenre eine Fußspur zu hinterlassen. Zu Verfügung steht ihm dafür neben seiner Reputation als junger, stilbewusster Regisseur eine Riege an fähigen Schauspielern wie Brie Larson, Sharlto Copley, Cillian Murphy und Armie Hammer.

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Swiss Army Man

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Wie viele Filme und Geschichten gibt es, die unsere Helden am Rand der Welt aussetzen und sie auf ihrem Heimweg begleiten? Ziemlich viele. „Swiss Army Man“ schenkt uns einen kleinen Twist in Form einer angespülten, noch frischen Leiche, die dem schiffbrüchigen Helden der Story auf seinem Abenteuer Gesellschaft leistet. Zur deutschen Heimkinoveröffentlichung habe ich mir die etwas andere Indie-Perle aus den Staaten erneut angesehen.

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La tortue rouge (Die Rote Schildkröte) / Interview mit Michael Dudok de Wit

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Unter den diesjährigen Nominierten für den Art Cinema Award des CICAE-Verbandes ist auch ein animiertes Werk. „Die Rote Schildkröte“, der Debüt-Langfilm des niederländischen Filmemachers Michael Dudok de Wit feiert während des Hamburger Filmfests seine Deutschlandpremiere und verzaubert sein Publikum mit feinster Animationskunst nach Tradition der japanischen Studio Ghibli-Filme. Nach Sichtung des Films konnten wir uns mit Michael Dudok de Wit für ein Interview treffen, in dem wir ihm allerlei interessante Antworten entlocken.

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Juste la fin du monde (Einfach das Ende der Welt)

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Seit seinem ersten Film „J’ai tué ma mère“ („I killed my mother“) ist der Kanadier Xavier Dolan ein gern gesehener Gast beim Filmfest Hamburg. Damals lieferte Dolan mit zarten 21 Jahren sein Spielfilmdebüt ab. In den sieben vergangenen Jahren hat sich augenscheinlich viel getan. Sein neuer Film „Juste la fin du monde“ („Einfach das Ende der Welt“) ist in vielerlei Hinsicht eine Weiterentwicklung für Dolan. Und das nicht nur auf Grund der Tatsache, dass der Mittzwanziger inzwischen auf die A-Liste der internationalen Schauspieltalente zugreifen kann.

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Regression

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In Deutschland bekam der neue Film von Alejandro Amenábar zwar einen Kinostart, fand aber trotzdem unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Dies lag womöglich an den Stimmen zum Film, die größtenteils negativ ausfielen. Oder an einer generellen Übersättigung, wenn es um die Schnittstelle zwischen Krimi, Horror und Thriller geht. Ich habe mir Regression angesehen und kann gut nachvollziehen, warum die große Sause um den Film ausblieb. Mangelnde Qualität ist überraschenderweise nicht der Grund.

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The Hateful Eight

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In seinem angeblich achten Film versucht sich der Meister der Zitate an einem Kammerspiel. In der wundervollen Winterlandschaft Wyoming der 1870er schließt er acht Charaktere in einer verschneiten Hütte ein. Zusammen mit einer Handvoll Feuerwaffen und jeder Menge Hass verwandelt Tarantino in „The Hateful Eight“ einen eisigen Unterschlupf in ein Pulverfass aus Blut, Gewalt und natürlich den cleveren Dialogen, die über die Jahre zu seinem Markenzeichen geworden sind.

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Das Kinojahr 2015 – Die Auslese

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Knapp 550 Filme habe ich mir in diesem Jahr angesehen. Da bietet es sich an, einen Querschnitt durch das Angebot des Jahres zu ziehen und die Spreu vom Weizen zu trennen. In meiner Liste sortiere ich die Wagenladung von Filmen zu den 10 schlimmsten, den 20 besten und 20 weitere gute Filme, die ich 2015 im Kino gesehen habe.

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Star Wars: Das Erwachen der Macht (The Force Awakens)

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Was für ein Jahr. Nachdem die Avengers, Ethan Hunt, James Bond und sogar die beliebten Dinosaurier eine neue Auflage bekommen haben, betritt pünktlich zur Weihnachtszeit DER Platzhirsch des Kinos die Bühne. Zehn Jahre nachdem Episode 3 die enttäuschende Prequel-Trilogie beendet hat, flimmert erneut der ikonische Text ins All, unterlegt mit John Williams‘ gewohnter Musik. Kaum jemand muss über die „Star Wars“-Filme und ihren monumentalen Einfluss aufs Kino aufgeklärt werden. Seit George Lucas 1977 das Blockbuster-Kino komplett umgekrempelt hat, ist das Franchise rund um Luke, Leia, Han Solo und die hellen und dunklen Seiten der Macht stetig gewachsen und erfreut sich der wohl größten Fangemeinde weltweit, zumindest im Filmbereich. Das Steuer nimmt nun J.J. Abrams in die Hand, der schon „Star Trek“ aufpoliert und ins 21. Jahrhundert gebracht hat. Mit „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ („Star Wars: The Force Awakens“) stellt er sich einer noch viel schwierigeren Aufgabe. Meine Kritik zum Film ist selbstverständlich SPOILERFREI und kann ohne Risiko gelesen werden.

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Die Teuflischen von Mykonos (Island of Death)

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Von OFDb Filmworks aus Bremen erreicht uns ein sehr „besonderer“ Film, das Exploitation-Brett „Die Teuflischen von Mykonos“ („Island of Death“) aus dem Jahr 1975. Nach Jahrzehnten auf diversen Listen für jugendgefährdende Medien und einem Eintrag auf der englischen „Video Nasties“-Liste ist der Film von Nico Mastorakis erhältlich und wird auf die deutsche Bevölkerung losgelassen. Und das dank einer Restauration sogar auf Blu-Ray. Ich habe mir Film und Blu-Ray angesehen und möchte über mein (einschneidendes) Erlebnis berichten.

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Virgin Mountain (Fúsi)

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So sehr Filme es auch versuchen, meistens scheitern sie daran, mentale Krankheiten und Missstände richtig zu porträtieren. In dem viel gefeierten „Silver Linings Playbook“ nehmen bipoläre Störung und Depression die Form von liebenswerten Charakterschwächen an, die sich vom richtigen Partner im Handumdrehen ausbessern lassen. Gerne werden psychisch gestörte Menschen vor allem in Hollywood als Underdogs dargestellt, um sich der eingeschränkten Weltsicht und der limitierten Kompetenz von Hollywood und seinem Publikum zu beugen. Die wahren, interessanten Auseinandersetzungen mit diesem Thema kann man in den Publikumslieblingen und Cash-Magneten des modernen Kinos kaum erwarten. Doch die Hoffnung ist noch nicht endgültig tot. Im Fall von Dagur Káris „Virgin Mountain“ wird sie sogar verstärkt.

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