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„Die 120 Tage von Sodom“ („Salò o le 120 giornate di Sodoma“) oder „Die Dekonstruktion der Menschlichkeit“

Salo_Cover

10 Jahre nach einem erfolglosen Versuch, Pier Paolo Pasolinis schmutzigen Exzess komplett zu sichten, holte ich es im Rahmen einer Retrospektive im Berliner Arsenal-Kino endlich nach. Nach der 120 Minuten andauernden filmischen Tortur wird vor allem eines klar. Bei „Salò o le 120 giornate di Sodoma“ handelt es sich vermutlich um den aggressivsten und zornigsten Vernichtungsschlag, den ein respektierter Filmemacher jemals auf Zelluloid gebannt hat. Und dies liegt nicht nur an den expliziten und überaus unangenehmen Bildern und Dialogen. Es gibt wahrscheinlich so viele Wege, diesen Film zu verstehen und zu deuten, wie er Zuschauer hat. In diesem Artikel möchte ich meine Interpretation dieses Meisterwerks aus Exkrement und Perversion anbieten:

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