Snow White and the Huntsman

swath

Ich war zunächst etwas skeptisch was diesen Film angeht, weil ich einfach nicht genau sagen kann, ob Kristen Stewart eine gute oder schlechte Schauspielerin ist… oder irgendwas dazwischen. Auf der einen Seite war sie die Protagonistin der Twilight-Filme, die einfach nur katastrophal in Sachen Story und Charaktere sind. Auf der anderen Seite konnte sie mich auch schon an der Seite von Jesse Eisenberg in Adventureland (2009), neben Dakota Fanning in The Runaways (2010) und im Horrorfilmchen The Messengers aus dem Jahre 2007 überzeugen.

Ja ich weiß… witzig, eeeecht witzig Lennart

Ja ich weiß… witzig, eeeecht witzig Lennart

Ich war am Ende doch positiv überrascht. Sie hat insgesamt einen guten Job gemacht. „Snow White and the Huntsman“ ist nett anzuschauen, hat ein bisschen gute Action, etwas Herr der Ringe-Atmosphäre ab und an und ist alles in allem eine grobe und ziemlich dunkle Action-Adventure-Version von Schneewittchen.

Sehr gut hat mir die Performance von Oscarpreisträgerin Charlize Theron (Monster, Devil’s Advocate) gefallen. Sie spielt die böse Königin Ravenna, die wohl an Bipolarität leidet und um jeden Preis die liebe Frau Stewart umbringen will. Außerdem ist sie ziemlich gut anzuschauen… naja, meistens jedenfalls…

Hier zum Beispiel (Quelle: maaretta.wordpress.com)

Hier zum Beispiel

Snow White versucht die Welt vom teuflischen Regime der Königin zu befreien und bekommt dabei von einem meiner derzeitigen Lieblingsdarsteller Hilfe: Chris Hemsworth, der den Huntsman verkörpert und gerade erst in The Avengers als der Halbgott Thor zu sehen war. Außerdem stehen ihr die sieben Zwerge zur Seite, die wirklich super gecastet wurden (unter anderem mit Bob Hoskins, Ray Winston, Nick Frost, Eddie Marsan und Toby Jones) und etwas Märchenstimmung verbreiten.

…und dann kommt der Huntsman und macht alle kaputt (Quelle: shalitsstache.com)

…und dann kommt der Huntsman und macht alle kaputt

Das Beste am Film sind die Charaktere und ihre Geschichten. Dabei bekommt der Zuschauer viele Hintergrundinformationen der Guten und Bösen geliefert und warum sie tun was sie tun. Natürlich weiß man eigentlich mehr oder weniger bescheid, wenn man nicht gerade auf dem Mond aufgewachsen ist, aber am Ende kann man sich in die Charaktere investieren, was den Film solide macht.

Ich glaube, ich brauche nicht mehr viele Worte über den Plot verlieren, wo Schneewittchen doch eines der bekanntesten Märchen überhaupt ist. Wenn man die Geschichte nicht kennt, sollte man einfach mal ein Buch aufschlagen, das tut nicht weh.

Sowas meine ich (Quelle: jpc.de)

Sowas meine ich

Alles in allem ist „Snow White and the Huntsman“ gut anzuschauen, Fans der Herr der Ringe-Reihe könnten durchaus etwas an dem Film gewinnen, auch Sympathisanten der Genres Fantasy, Action und Adventure im Allgemeinen kann man diesen Streifen weiterempfehlen. Die tollste Szene ist diejenige, in der Kristin Stewart lächelt – toller Special Effect. Okay ich weiß schon, Cheap Shot…

Eines sollte noch gesagt werden: Lasst nicht eure achtjährigen Kinder/Cousins/Geschwister diesen Film gucken. „Snow White and the Huntsman“ ist nichts für Kinder, dafür gibt es zuviel Brutalität und ab und an ist der Film auch ein wenig zu gruselig für die ganz Jungen.

6,5/10


Snow White and the Huntsman - Cover (1-2)

Snow White and the Huntsman

Adventure, Drama, Fantasy

Regie: Rupert Sanders

Buch: Evan Daugherty, John Lee Hancock, Hossein Amini

Darsteller: Kristen Stewart, Chris Hemsworth, Charlize Theron

Kinostart DE: 31.05.2012

Kinostart US: 01.06.2012

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Lennart Gotta