Eine Woche voller Filme – Das Filmfest Hamburg 2018

Filmfest-Hamburg

Das Programm des Filmfestes Hamburg 2018 versprach so einiges: Weltbekannte Regisseure wie Alfonso Cuarón, Lars von Trier und Damien Chazelle waren mit ihren neuen Werken vertreten. Das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und akkreditierte mich zum allerersten Mal für ein Filmfest.

Mehr Arbeit als gedacht

Vom 27. September bis zum 6. Oktober verwandelte sich Hamburg bereits zum 26. Mal in eine Filmstadt. Vor dem Abaton schlug das Filmfest Hamburg seine Zelte auf, während vor dem Cinemaxx Dammtor der rote Teppich ausgerollt wurde. Und ich zum ersten Mal selbst mittendrin. Zu sehen gab es viele exzellente Filme und dazu die Erkenntnis, dass man für das Filmfest ganz schön hart gesotten sein muss.


Akkreditierung:

Da ich mich recht kurzfristig zu meinem ersten Filmfest-Besuch entschlossen hatte, ließ ich mich nachakkreditieren. Dies lief sehr unkompliziert und schnell ab. Vorab schickte ich per Mail ein Passfoto an die dafür vorgesehene E-Mail-Adresse. Die 60,- Euro Gebühr brachte ich passend bar mit und gegen Vorlage meiner Visitenkarte wurde mir meine Akkreditierung ausgehändigt. Dazu gab es einen Jutebeutel mit allerlei Info-Zeugs drin. Insbesondere für Filmfest-Noobs wie mich, war das Programmheft extrem hilfreich.

Filmfest-Hamburg-Googiebag

Die “Goodiebag” mit allen Infos ums Filmfest. Wichtigstes Item natürlich der Sattelschutz fürs Fahrrad.


Filmauswahl:

Die Entscheidung, welche der mehr als 130 Filme ich mir anschauen wollte, fiel mir sehr schwer. Es gab einfach zu viele Filme, von denen ich noch nie zuvor gehört hatte und die unglaublich interessant klangen. Daher orientierte ich mich vor allem auch an den Regisseuren. Las ich über deren vorherige Werke viel Positives, vertraute ich darauf, dass auch deren neuster Film zumindest vernünftig sein würde – und wurde nicht enttäuscht.


Tickets reservieren:

Beim Filmfest gab es sowohl Pressevorführungen, als auch öffentliche Vorstellungen. Zu den Pressevorführungen erschien man einfach nach belieben und zeigte seine Akkreditierung vor. Bei öffentlichen Vorstellungen konnte man ab 8:30 Uhr morgens Tickets für die Filme am darauffolgenden Tag reservieren. Dies ging super einfach von zu Hause aus. Die reservierten Karten holte man dann später im Festzelt ab. Um sicherzugehen, dass ich immer eine Karte für den von mir gewünschten Film bekam, stand ich jeden Morgen früh auf, um mir die Tickets zu sichern.

Filmfest-Hamburg-Zelt

Das Festzelt vorm Abaton als organisatorischer Mittelpunkt.


Filme anschauen:

Bei allen gezeigten Filmen herrschte freie Platzwahl. Wer also nicht in der ersten Reihe ganz außen sitzen wollte, musste rechtzeitig erscheinen. Wie viele Filme man sich an einem Tag anschaute, hing stark von der Person ab. Mein Maximum waren drei Filme direkt hintereinander. Abgesehen davon, dass zwischendrin nur Zeit blieb, um sich bei McDonalds schnell einen Burger reinzuziehen, war dies doch allgemein sehr ermüdend für mich – weshalb ich beim dritten Film kurzzeitig einschlief. An dieser Stelle möchte ich aber noch betonen, dass dies nicht am Film lag! Daraufhin schraubte ich die Filmanzahl herunter und sah mir pro Tag nur noch einen Film an, auf den ich mich dann auch richtig einlassen konnte. Insgesamt schaute ich mir innerhalb einer Woche elf Filme an, von denen lediglich einer so enttäuschend war, dass ich das Kino bei der Hälfte verließ. Ansonsten waren die Filme gut bis fantastisch.


Fazit:

Insgesamt war das Filmfest für mich eine tolle Erfahrung, mit vielen interessanten Filmen, die teilweise sehr zum Nachdenken angeregt haben. Auch die Organisation des Festes war in meinen Augen gelungen. Die Nachakkreditierung lief schnell und unkompliziert ab, das Reservieren von Tickets hat jedes Mal funktioniert und auch das Abholen der Karten war problemlos. Falls möglich würde ich empfehlen, sich mit Leuten für das Filmfest zusammenzutun. So muss man nicht jeden Morgen Tickets reservieren, abholen und rechtzeitig im Kino sein, sondern kann sich auch mal aufteilen. Die Auswahl der Filme nimmt schon einiges an Zeit in Anspruch und stundenlanges sitzen mit wenig Beinfreiheit danken einem irgendwann die Knie. Das nur nebenbei als Hinweis, da ich diese Faktoren vorab nicht bedacht hatte. Von einem weiteren Besuch würde mich das aber nicht abhalten. Schließlich gab es als Belohnung viele herausragende Filme zu sehen.

 

9/10

 

Die Rechte an allen verwendeten Grafiken in diesem Artikel liegen bei Frauke Herbst.

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Frauke Herbst