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Filmfest Hamburg 2018: Meine Highlights

Filmfest-Hamburg-Highlights

Ach ja, das Filmfest Hamburg … es macht einfach immer wieder Spaß. Auch die 26. Auflage (27. September bis 6. Oktober) hat nicht enttäuscht. Neben der lockeren Atmosphäre und guten Organisation glänzte das FFHH 2018 durch ein tierisch gutes Aufgebot: Weltbekannte Regisseure waren mit ihren aktuellen Filmen vertreten, darunter Alfonso Cuarón, Paolo Sorrentino, Damien Chazelle und Lars von Trier. Oftmals handelte es sich sogar um Deutschlandpremieren.

Insgesamt 20 Filme habe ich während des Filmfests gesichtet und mein Fazit fällt äußerst positiv aus: Nur wenige Streifen haben mich enttäuscht, den Rest ordne ich in die Bereiche „sehenswert“ bis „fantastisch“ ein. Welche Filme mir am besten gefallen haben und warum, möchte ich euch – mit reichlich Verspätung – in einem kleinen Round-up meiner Top 5 verraten.

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Nymphomaniac

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Der Begriff “enfant terrible” ist zwar sehr abgegriffen und inzwischen kaum mehr verwendbar, in einer Diskussion über Lars von Trier aber nicht zu umgehen. Seit Jahrzehnten produziert der dänische Regisseur hochwertige Filmkost und ist von der internationalen Bühne nicht wegzudenken. Was ihn zwischen anderen Filmemachern herausstellt ist allerdings weder sein Gespür für Bilder und Szenen, noch seine Fähigkeit, ungeahnte Leistungen aus seinen Akteuren zu kitzeln. Lars von Trier ist eine der letzten Figuren der Branche, die mit ihren Filmen nicht nur ein saftiges Honorar sucht, sondern auch die stete Konfrontation mit Publikum, Sittenwächtern und Kollegen. Sein aktuelles Werk “Nymphomaniac” bildet natürlich keine Ausnahme. In seinem 4-stündigen Opus (im “Director’s Cut” sogar 5,5 Stunden lang) beleuchtet er das Leben und Leiden der Nymphomanin Joe. Zur Heimkino-Veröffentlichung haben wir den pseudo-schmuddeligen Zweiteiler Revue passieren lassen.

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