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Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten

Nur einen Monat nach dem Kinostart von “Carol” erreicht uns mit “Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten” bereits die zweite Romanverfilmung über Frauen, die in den 1950ern in einem Kaufhaus in New York arbeiten. Dort hören die Parallelen zwischen beiden Filmen allerdings schon auf. “Brooklyn” erzählt uns die Geschichte der irischen Immigrantin Eilis, die aus dem Nachkriegs-Irland nach New York flüchtet, um dort eine Existenz aufzubauen. Doch ihr starkes Heimweh macht diese Aufgabe zur größten Herausforderung ihres jungen Lebens.

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Anomalisa

Mit “Synecdoche, New York” hat Charlie Kaufman einen der besten Filme des neuen Jahrtausends abgeliefert. Logische Konsequenz, dass sein nächstes Projekt nicht die erforderlichen Mittel auftreiben konnte und per Kickstarter ins Leben gerufen werden musste. Welches Studio möchte schließlich einen Regisseur/Autor bezahlen, der bisher nur ein höllisch kompliziertes und gleichzeitig tief berührendes Opus über Tod, Kunst und Vergänglichkeit auf seinem (Regie-)Kerbholz hat. Vielleicht überlegen die Geldgeber der Traumfabrik es sich beim nächsten Mal doppelt, denn “Anomalisa” ist ein komplett anderes Tier. Kaufmans Pinselstrich ist zwar deutlich zu erkennen, aber Methodik und Maßstab des Films unterscheiden sich deutlich vom Vorgänger. Und das liegt nicht nur an den Puppen, die hier als Akteure auftreten.

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The Lobster

Mit dem unvergleichlichen “Dogtooth” festigte der griechische Regisseur Yorgos Lanthimos seinen Stil der “new greek weirdness”. In “The Lobster”, der 2015 im Wettbewerb in Cannes lief, bekommt der Hellene ein größeres Budget, namhafte Darsteller und viel Spielraum um sich auszutoben. Das Resultat ist wie bereits in “Dogtooth” eine seltsame Mischung aus verstörender Atmosphäre, bedenklichem Humor und einer Wagenladung aus weirdness.

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My Darling Clementine (Faustrecht der Prärie)

Die Story um den legendären Schützen und Sheriff Wyatt Earp ist in der amerikanischen Popkultur fest verankert und wurde unzählige Male verfilmt. Zu den unvergesslichsten Interpretationen des Western-Mythos zählt John Fords “My Darling Clementine” (“Faustrecht der Prärie”), der fast 70 Jahre nach Erscheinen vom englischen Label Arrow eine wundervolle Veröffentlichung bekommen hat. Wir haben das limitierte Set aus zwei Blu-Rays unter die Lupe genommen.

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Der Vater meiner besten Freundin

Wenn es darum geht, amouröse Geplänkel auf die Leinwand zu bringen, gehören die Franzosen zu den weltweiten Meistern. Nirgendwo sonst erfahren verwinkelte Liebesgeschichten eine Umsetzung, die so voll mit Komödie, Tragödie und Drama ist. Auch im neuesten Export “Der Vater meiner besten Freundin” (“Un moment d’égarement”) wird dies unter Beweis gestellt. Die heikle Geschichte, die sich zwischen zwei Vätern und ihren jungen Töchtern während eines Urlaubs auf Korsika entwickelt, trifft eine Unmenge an Noten perfekt und gehört zu den Highlights des Kinoherbstes.

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Frequencies (OXV: The Manual)

Ein merkwürdiges Indie-Kleinod aus England hat vor Kurzem den Sprung in die Regale der deutschen Elektrofachmärkte geschafft. “Frequencies”, auch bekannt als “OXV: The Manual” ist der erste Langfilm des Regisseurs Darren Paul Fisher und nimmt irgendwo in der Nische zwischen junger Romanze, hochgeistiger Science-Fiction und philosophischer Debatte Platz. Wir haben die Blu-Ray zum Film rotieren und uns einen der außergewöhnlicheren Filme der letzten Jahre durch den Kopf gehen lassen.

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Ein Augenblick Liebe (Une rencontre)

Der sympathische Anwalt Pierre (François Cluzet) lebt ein rundes Leben, er ist seit vielen Jahren glücklich verheiratet, hat zwei Kinder und kann sich weder über seine Karriere noch über sein intaktes Familienleben beschweren. Der Status Quo wird auf den Kopf gestellt, als sein Weg sich auf einer Buchpremiere mit dem der Schriftstellerin Elsa (Sophie Marceau) kreuzt...

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