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Anomalisa

Mit “Synecdoche, New York” hat Charlie Kaufman einen der besten Filme des neuen Jahrtausends abgeliefert. Logische Konsequenz, dass sein nächstes Projekt nicht die erforderlichen Mittel auftreiben konnte und per Kickstarter ins Leben gerufen werden musste. Welches Studio möchte schließlich einen Regisseur/Autor bezahlen, der bisher nur ein höllisch kompliziertes und gleichzeitig tief berührendes Opus über Tod, Kunst und Vergänglichkeit auf seinem (Regie-)Kerbholz hat. Vielleicht überlegen die Geldgeber der Traumfabrik es sich beim nächsten Mal doppelt, denn “Anomalisa” ist ein komplett anderes Tier. Kaufmans Pinselstrich ist zwar deutlich zu erkennen, aber Methodik und Maßstab des Films unterscheiden sich deutlich vom Vorgänger. Und das liegt nicht nur an den Puppen, die hier als Akteure auftreten.

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Mediterranea

Selten gibt es Filme zu sehen, die so brandaktuell sind, wie „Mediterranea“. Das Drama nimmt sich der Flüchtlingsthematik an, die seit Monaten in Europa diskutiert wird. Allerdings nicht aus der Perspektive begrenzter Wutbürger oder leerer Politiker, sondern aus der sehr interessanten und aufwühlenden Perspektive der Flüchtlinge. Ein humanistischer Film, der die Debatte mit seiner groben Optik und seiner Schonungslosigkeit um einen wichtigen Punkt bereichert.

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