Kategorie Filme

Southpaw

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Nach „Nightcrawler“ zeigt sich Jake Gyllenhaal als das diametrale Gegenteil seiner Rolle als drahtiger Psychopath Louis Bloom. In „Southpaw“ spielt er den muskelbepackten Box-Weltmeister Billy Hope. Dabei überrascht nicht seine Performance, sondern das Drehbuch.

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Das Kinojahr 2015 – Die Auslese

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Knapp 550 Filme habe ich mir in diesem Jahr angesehen. Da bietet es sich an, einen Querschnitt durch das Angebot des Jahres zu ziehen und die Spreu vom Weizen zu trennen. In meiner Liste sortiere ich die Wagenladung von Filmen zu den 10 schlimmsten, den 20 besten und 20 weitere gute Filme, die ich 2015 im Kino gesehen habe.

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Star Wars: Das Erwachen der Macht (The Force Awakens)

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Was für ein Jahr. Nachdem die Avengers, Ethan Hunt, James Bond und sogar die beliebten Dinosaurier eine neue Auflage bekommen haben, betritt pünktlich zur Weihnachtszeit DER Platzhirsch des Kinos die Bühne. Zehn Jahre nachdem Episode 3 die enttäuschende Prequel-Trilogie beendet hat, flimmert erneut der ikonische Text ins All, unterlegt mit John Williams‘ gewohnter Musik. Kaum jemand muss über die „Star Wars“-Filme und ihren monumentalen Einfluss aufs Kino aufgeklärt werden. Seit George Lucas 1977 das Blockbuster-Kino komplett umgekrempelt hat, ist das Franchise rund um Luke, Leia, Han Solo und die hellen und dunklen Seiten der Macht stetig gewachsen und erfreut sich der wohl größten Fangemeinde weltweit, zumindest im Filmbereich. Das Steuer nimmt nun J.J. Abrams in die Hand, der schon „Star Trek“ aufpoliert und ins 21. Jahrhundert gebracht hat. Mit „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ („Star Wars: The Force Awakens“) stellt er sich einer noch viel schwierigeren Aufgabe. Meine Kritik zum Film ist selbstverständlich SPOILERFREI und kann ohne Risiko gelesen werden.

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Die Teuflischen von Mykonos (Island of Death)

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Von OFDb Filmworks aus Bremen erreicht uns ein sehr „besonderer“ Film, das Exploitation-Brett „Die Teuflischen von Mykonos“ („Island of Death“) aus dem Jahr 1975. Nach Jahrzehnten auf diversen Listen für jugendgefährdende Medien und einem Eintrag auf der englischen „Video Nasties“-Liste ist der Film von Nico Mastorakis erhältlich und wird auf die deutsche Bevölkerung losgelassen. Und das dank einer Restauration sogar auf Blu-Ray. Ich habe mir Film und Blu-Ray angesehen und möchte über mein (einschneidendes) Erlebnis berichten.

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Virgin Mountain (Fúsi)

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So sehr Filme es auch versuchen, meistens scheitern sie daran, mentale Krankheiten und Missstände richtig zu porträtieren. In dem viel gefeierten „Silver Linings Playbook“ nehmen bipoläre Störung und Depression die Form von liebenswerten Charakterschwächen an, die sich vom richtigen Partner im Handumdrehen ausbessern lassen. Gerne werden psychisch gestörte Menschen vor allem in Hollywood als Underdogs dargestellt, um sich der eingeschränkten Weltsicht und der limitierten Kompetenz von Hollywood und seinem Publikum zu beugen. Die wahren, interessanten Auseinandersetzungen mit diesem Thema kann man in den Publikumslieblingen und Cash-Magneten des modernen Kinos kaum erwarten. Doch die Hoffnung ist noch nicht endgültig tot. Im Fall von Dagur Káris „Virgin Mountain“ wird sie sogar verstärkt.

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Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten

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Nur einen Monat nach dem Kinostart von „Carol“ erreicht uns mit „Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten“ bereits die zweite Romanverfilmung über Frauen, die in den 1950ern in einem Kaufhaus in New York arbeiten. Dort hören die Parallelen zwischen beiden Filmen allerdings schon auf. „Brooklyn“ erzählt uns die Geschichte der irischen Immigrantin Eilis, die aus dem Nachkriegs-Irland nach New York flüchtet, um dort eine Existenz aufzubauen. Doch ihr starkes Heimweh macht diese Aufgabe zur größten Herausforderung ihres jungen Lebens.

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Die 10 besten Shorts des SHIVERS

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In zwei Blöcken und einer Sondervorstellung präsentierte das SHIVERS seinem Publikum insgesamt 23 Kurzfilme, die allesamt in den thematischen Kontext des Genre-Festivals passen. Zwischen kurzen, schmutzigen Grindhouse-Filmchen, abstrakter Videokunst und anspruchsvollen Sci-Fi-Werken verstecken sich mehr als nur eine Handvoll Perlen. Die 10 besten Kurzfilme der sorgfältig kuratierten Reihe möchte ich kurz besprechen.

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The Forbidden Room

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Nachdem ich fünf Minuten auf ein leeres Dokument gestarrt und noch immer keinen guten Anfang für diesen Artikel gefunden habe, springe ich einfach rein. Die Wahrheit ist, „The Forbidden Room“ vom kanadischen Experimentalfilmer Guy Maddin ist ein Biest. Ein Biest, dem man sich nur schwer annähern kann, da mir ganz einfach die Worte fehlen, um ihn zu beschreiben und zu beurteilen. Mit meinen rhetorischen Mitteln, die dem Film nur gerade eben angemessen scheinen, will ich es trotzdem versuchen.

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Anomalisa

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Mit „Synecdoche, New York“ hat Charlie Kaufman einen der besten Filme des neuen Jahrtausends abgeliefert. Logische Konsequenz, dass sein nächstes Projekt nicht die erforderlichen Mittel auftreiben konnte und per Kickstarter ins Leben gerufen werden musste. Welches Studio möchte schließlich einen Regisseur/Autor bezahlen, der bisher nur ein höllisch kompliziertes und gleichzeitig tief berührendes Opus über Tod, Kunst und Vergänglichkeit auf seinem (Regie-)Kerbholz hat. Vielleicht überlegen die Geldgeber der Traumfabrik es sich beim nächsten Mal doppelt, denn „Anomalisa“ ist ein komplett anderes Tier. Kaufmans Pinselstrich ist zwar deutlich zu erkennen, aber Methodik und Maßstab des Films unterscheiden sich deutlich vom Vorgänger. Und das liegt nicht nur an den Puppen, die hier als Akteure auftreten.

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Demon

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„Demon“ ist ein ziemlich blöder Titel. Genau wie Vampire oder Zombies wurde die Thematik der dämonischen Besessenheit in den letzten Jahren brutal totgehauen. Gerade in diesem Jahr lief mit „Demonic“ ein Stück, das so schlecht ist, dass ich immer noch darüber lache. Mit diesem Gewäsch hat die polnisch-israelische Ko-Produktion nichts am Hut. Man mag sogar behaupten, dass sie Meilen über den Köpfen ihrer Konkurrenten schwebt. Oder dass Regisseur Marcin Wrona aus seinem Hauptdarsteller eine geradezu epische Leistung herauskitzelt, die den Vergleich zur Linda Blair eines Exorzisten nicht zu scheuen braucht. Behaupten kann man jedoch vieles. Warum für Freunde des anspruchsvollen Genrekinos kein Weg an „Demon“ vorbeiführt, kann ich sogar im Detail erläutern.

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