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Swiss Army Man

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Wie viele Filme und Geschichten gibt es, die unsere Helden am Rand der Welt aussetzen und sie auf ihrem Heimweg begleiten? Ziemlich viele. „Swiss Army Man“ schenkt uns einen kleinen Twist in Form einer angespülten, noch frischen Leiche, die dem schiffbrüchigen Helden der Story auf seinem Abenteuer Gesellschaft leistet. Zur deutschen Heimkinoveröffentlichung habe ich mir die etwas andere Indie-Perle aus den Staaten erneut angesehen.

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Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten

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Nur einen Monat nach dem Kinostart von „Carol“ erreicht uns mit „Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten“ bereits die zweite Romanverfilmung über Frauen, die in den 1950ern in einem Kaufhaus in New York arbeiten. Dort hören die Parallelen zwischen beiden Filmen allerdings schon auf. „Brooklyn“ erzählt uns die Geschichte der irischen Immigrantin Eilis, die aus dem Nachkriegs-Irland nach New York flüchtet, um dort eine Existenz aufzubauen. Doch ihr starkes Heimweh macht diese Aufgabe zur größten Herausforderung ihres jungen Lebens.

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Demon

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„Demon“ ist ein ziemlich blöder Titel. Genau wie Vampire oder Zombies wurde die Thematik der dämonischen Besessenheit in den letzten Jahren brutal totgehauen. Gerade in diesem Jahr lief mit „Demonic“ ein Stück, das so schlecht ist, dass ich immer noch darüber lache. Mit diesem Gewäsch hat die polnisch-israelische Ko-Produktion nichts am Hut. Man mag sogar behaupten, dass sie Meilen über den Köpfen ihrer Konkurrenten schwebt. Oder dass Regisseur Marcin Wrona aus seinem Hauptdarsteller eine geradezu epische Leistung herauskitzelt, die den Vergleich zur Linda Blair eines Exorzisten nicht zu scheuen braucht. Behaupten kann man jedoch vieles. Warum für Freunde des anspruchsvollen Genrekinos kein Weg an „Demon“ vorbeiführt, kann ich sogar im Detail erläutern.

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A Perfect Day

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Vielleicht gehe ich in die falschen Filme, aber ich habe schon lange keinen guten Auftritt von Herrn Tim Robbins gesehen. Das ist jetzt vorbei, denn in „A Perfect Day“ ist er ein wichtiger Baustein eines starken Ensembles, zu dem außerdem Benicio del Toro, Olga Kurylenko und Mélanie Thierry gehören. Der Film des Spaniers Fernando León de Aranoa balanciert auf einem extrem dünnen Seil und liefert eine Charakterstudie vor der Kulisse des wohl grausamsten Konflikts der 90er.

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Der Vater meiner besten Freundin

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Wenn es darum geht, amouröse Geplänkel auf die Leinwand zu bringen, gehören die Franzosen zu den weltweiten Meistern. Nirgendwo sonst erfahren verwinkelte Liebesgeschichten eine Umsetzung, die so voll mit Komödie, Tragödie und Drama ist. Auch im neuesten Export „Der Vater meiner besten Freundin“ („Un moment d’égarement“) wird dies unter Beweis gestellt. Die heikle Geschichte, die sich zwischen zwei Vätern und ihren jungen Töchtern während eines Urlaubs auf Korsika entwickelt, trifft eine Unmenge an Noten perfekt und gehört zu den Highlights des Kinoherbstes.

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Der kleine Tod. Eine Komödie über Sex

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Während der geneigte Kaufhaus-Stöberer verwundert die Stirn runzelt, macht die als „kleiner Tod“ betitelte Komödie für die frankophone Bevölkerung mehr Sinn. Das französische „la petite mort“ ist natürlich einer der Begriffe, mit dem die westlichen Nachbarn den sexuellen Höhepunkt bedacht haben. In Australien, weit weg von Frankreich, hat Regisseur und Autor Josh Lawson in den letzten Jahren seine episodische Komödie zusammengebaut, die sich neben zahlreichen Höhepunkten auch den Tiefpunkten seiner fünf Paare widmet. Das Ergebnis trägt stolz den aufregenden Titel „Der kleine Tod“ und wird ab Ende August deutsche Regale zieren. Ich habe mir die Blu-Ray angesehen und bin noch immer total aufgeregt.

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The Overnight

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In „The Overnight“ lässt Regisseur Patrick Brice amerikanische Verklemmtheit auf europäische Freizügigkeit treffen. Der Indie-Film, in dem zwei Paare sich auf eine Nacht voller Überraschungen einlassen, spielt geschickt mit den Erwartungen seines Publikums, bleibt aber von typischen Krankheiten der amerikanischen Indie-Szene nicht verschont.

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Men & Chicken (Mænd & høns)

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10 Jahre hat Anders Thomas Jensen in der Schreibwerkstatt verbracht, nachdem er mit „Adams Äpfel“ eine der populärsten skandinavischen Komödien der letzten Jahrzehnte ablieferte. Jetzt nimmt der Däne endlich wieder hinter der Kamera Platz und lässt die Art von bizarrer Komödie auf die Welt los, die man von ihm erwarten darf. Von inszenatorischem oder humoristischem Rost ist dabei keine Spur.

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Learning to Drive

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Gerade noch hat sie mit „Nobody Wants the Night“ die Berlinale eröffnet, jetzt überfallt die spanische Regisseurin Isabel Coixet mit „Learning to Drive“ die deutsche Kinolandschaft. In der Theorie ein leichtfüßiges, sympathisches Komödiendrama. In der Praxis könnte Coixets neuer Film jedoch durch einige Fehltritte insbesondere beim maskulinen Publikum in Ungnade fallen.

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Housebound

Housebound

Schon vor vielen Jahren hat der ehemalige Splatter-König Peter Jackson sein Genre verlassen und inszeniert stattdessen haarige, unentwegt hungrige kleine Männer. Doch etwas Horror-Talent ist in Neuseeland noch übrig geblieben, wie „Housebound“ eindrucksvoll beweist. Kylie (Morgana O’Reilly) ist ein reichlich verzogenes Gör und nebenbei auch eine Kriminelle. Nach ihrem letzten Übergriff ist das Maß der Behörden voll und sie wird zu acht Monaten Hausarrest verurteilt. Zu allem Überfluss muss sie in das Haus ihrer Kindheit zurück, das von ihrer Mutter Miriam (Rima Te Wiata) und deren Lebensgefährten Graeme (Ross Harper) bewohnt wird. Als ob die angespannte Beziehung zwischen Mutter und Tochter nicht schon genug wäre, ist Miriam davon überzeugt, dass es in dem alten Haus spukt. Wie alles andere hält Kylie das natürlich auch für ausgemachten Blödsinn. Jedenfalls bis sie selber einige unheimliche Begegnungen erlebt.

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