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Swiss Army Man

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Wie viele Filme und Geschichten gibt es, die unsere Helden am Rand der Welt aussetzen und sie auf ihrem Heimweg begleiten? Ziemlich viele. „Swiss Army Man“ schenkt uns einen kleinen Twist in Form einer angespülten, noch frischen Leiche, die dem schiffbrüchigen Helden der Story auf seinem Abenteuer Gesellschaft leistet. Zur deutschen Heimkinoveröffentlichung habe ich mir die etwas andere Indie-Perle aus den Staaten erneut angesehen.

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Juste la fin du monde (Einfach das Ende der Welt)

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Seit seinem ersten Film „J’ai tué ma mère“ („I killed my mother“) ist der Kanadier Xavier Dolan ein gern gesehener Gast beim Filmfest Hamburg. Damals lieferte Dolan mit zarten 21 Jahren sein Spielfilmdebüt ab. In den sieben vergangenen Jahren hat sich augenscheinlich viel getan. Sein neuer Film „Juste la fin du monde“ („Einfach das Ende der Welt“) ist in vielerlei Hinsicht eine Weiterentwicklung für Dolan. Und das nicht nur auf Grund der Tatsache, dass der Mittzwanziger inzwischen auf die A-Liste der internationalen Schauspieltalente zugreifen kann.

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The Huntsman & the Ice Queen (The Huntsman: Winter’s War)

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Es gibt so Filme oder Serien, bei denen sich ein sogenanntes Spin-off eines beliebten Charakters lohnt. Andere Storys lohnen sich dagegen nicht für derartige Ableger, weil die Tiefe fehlt. Dennoch lässt sich Hollywood ein über das andere Mal dazu verleiten, ein Film-Universum so weit auszuschlachten, bis auch der letzte Box-Office-Dollar auf den Konten landet. Nachdem sich der Trend der düsteren Märchen-Interpretationen etwas gelegt hat, dachte man zunächst, dass aus dieser Richtung erstmal nichts mehr kommt. Aber falsch gedacht: Mit „The Huntsman & the Ice Queen“ erscheint am 7. April 2016 das lang ersehnte Spin-off zu „Snow White and the Huntsman„. Chris Hemsworth gibt sich erneut die Ehre und stellt abermals den Huntsman Eric dar, begleitet von einigen Hochkarätern seiner Zunft.

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Thief

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Wenn man an Filmemacher Michael Mann denkt, fallen einem gleich mehrere Thriller ein. Dazu gehören auf jeden Fall „Heat“, „Miami Vice“, „Collateral“ oder auch „The Insider“. Einer seiner größten Erfolge hat Mann aber mit einem seiner ersten Langfilme erreicht: Die Rede ist von „Thief“ („Der Einzelgänger“). Der 1981 erschienene Crime-Thriller hat damals den mittlerweile 73-jährigen Regisseur ins Rampenlicht rücken lassen, in den Folgejahren konnte Mann vier Oscar-Nominierungen registrieren. Auch auf das Genre an sich hat „Thief“ noch bis dato einen sichtbaren Einfluss. Erst kürzlich hat OFDb Filmworks eine Ultimate Edition (5 Discs) veröffentlicht, um dem Film die gebührende Ehre zu erweisen.

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Regression

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In Deutschland bekam der neue Film von Alejandro Amenábar zwar einen Kinostart, fand aber trotzdem unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Dies lag womöglich an den Stimmen zum Film, die größtenteils negativ ausfielen. Oder an einer generellen Übersättigung, wenn es um die Schnittstelle zwischen Krimi, Horror und Thriller geht. Ich habe mir Regression angesehen und kann gut nachvollziehen, warum die große Sause um den Film ausblieb. Mangelnde Qualität ist überraschenderweise nicht der Grund.

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Southpaw

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Nach „Nightcrawler“ zeigt sich Jake Gyllenhaal als das diametrale Gegenteil seiner Rolle als drahtiger Psychopath Louis Bloom. In „Southpaw“ spielt er den muskelbepackten Box-Weltmeister Billy Hope. Dabei überrascht nicht seine Performance, sondern das Drehbuch.

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Virgin Mountain (Fúsi)

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So sehr Filme es auch versuchen, meistens scheitern sie daran, mentale Krankheiten und Missstände richtig zu porträtieren. In dem viel gefeierten „Silver Linings Playbook“ nehmen bipoläre Störung und Depression die Form von liebenswerten Charakterschwächen an, die sich vom richtigen Partner im Handumdrehen ausbessern lassen. Gerne werden psychisch gestörte Menschen vor allem in Hollywood als Underdogs dargestellt, um sich der eingeschränkten Weltsicht und der limitierten Kompetenz von Hollywood und seinem Publikum zu beugen. Die wahren, interessanten Auseinandersetzungen mit diesem Thema kann man in den Publikumslieblingen und Cash-Magneten des modernen Kinos kaum erwarten. Doch die Hoffnung ist noch nicht endgültig tot. Im Fall von Dagur Káris „Virgin Mountain“ wird sie sogar verstärkt.

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Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten

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Nur einen Monat nach dem Kinostart von „Carol“ erreicht uns mit „Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten“ bereits die zweite Romanverfilmung über Frauen, die in den 1950ern in einem Kaufhaus in New York arbeiten. Dort hören die Parallelen zwischen beiden Filmen allerdings schon auf. „Brooklyn“ erzählt uns die Geschichte der irischen Immigrantin Eilis, die aus dem Nachkriegs-Irland nach New York flüchtet, um dort eine Existenz aufzubauen. Doch ihr starkes Heimweh macht diese Aufgabe zur größten Herausforderung ihres jungen Lebens.

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Demon

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„Demon“ ist ein ziemlich blöder Titel. Genau wie Vampire oder Zombies wurde die Thematik der dämonischen Besessenheit in den letzten Jahren brutal totgehauen. Gerade in diesem Jahr lief mit „Demonic“ ein Stück, das so schlecht ist, dass ich immer noch darüber lache. Mit diesem Gewäsch hat die polnisch-israelische Ko-Produktion nichts am Hut. Man mag sogar behaupten, dass sie Meilen über den Köpfen ihrer Konkurrenten schwebt. Oder dass Regisseur Marcin Wrona aus seinem Hauptdarsteller eine geradezu epische Leistung herauskitzelt, die den Vergleich zur Linda Blair eines Exorzisten nicht zu scheuen braucht. Behaupten kann man jedoch vieles. Warum für Freunde des anspruchsvollen Genrekinos kein Weg an „Demon“ vorbeiführt, kann ich sogar im Detail erläutern.

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Bridge of Spies – Der Unterhändler

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Wer im Kino gerne Spione über die Leinwand hetzen sieht, hat ein regelrechtes Wonnejahr erwischt. Neben einem neuen Mission Impossible, einem neuen Bond und Guy Ritchies „The Man from U.N.C.L.E.“ fehlt allerdings eine nüchterne Auseinandersetzung mit den Geheimdienst-Marionetten. Gleichermaßen ist in der Reihe kaum ein geerdetes Drama vorhanden, das über die thematischen und narrativen Grenzen des Sommer-Blockbuster-Kinos hinausreicht. Aber keine Sorge, das altehrwürdige Team Spielberg-Hanks ist zurück und rundet den Kreis ab. In „Bridge of Spies“ schlägt das Duo sein Zelt zwischen den 50ern und 60ern auf, als der Kalte Krieg die Welt mehrmals an den Rand von Zerstörung und Verzweiflung trieb. Das zweieinhalbstündige Drama über einen amerikanischen Anwalt und den russischen Spion, den es zu verteidigen gilt, fällt dabei überraschend gehaltvoll, unterhaltsam und kurzweilig aus.

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