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Der Bunker

Was muss ein deutscher Film tun, um weltweit Lob und Preise einzufahren? Mancher stützt sich auf waghalsige Gimmicks, die die Produktion des Films unsagbar verkomplizieren. Andere beschränken sich auf die kulturelle Verarbeitung des NS-Erbes, was natürlich immer willkommen ist. Und dann gibt es noch “Der Bunker”, den ersten Langfilm des Filmemachers Nikias Chryssos. Hier finden politische oder technische Tricks keine Anwendung und man beschränkt sich auf die Tugenden, die seit jeher einen guten Film ausmachen: Vier Wände, eine Handvoll talentierte Akteure und eine Wundertüte von Drehbuch, das mit jedem verstrichenen Moment an Tiefe gewinnt.

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Crumbs

Mit einem Fokus auf exzentrische Sparten wie Horror, Thriller oder Science Fiction garantiert das Programm eines Genre-Festivals ein Sammelsurium aus kuriosen Kino-Erlebnissen. Doch auch in dieser Gesellschaft gibt es Kandidaten, die hervorstechen. Ein Glanzbeispiel hierfür ist “Crumbs” vom spanischen Regisseur Miguel Llansó. Die sparsamste Beschreibung des Films wäre vermutlich Folgende: Ein in Spanien, Finnland und Äthiopien produziertes, surrealistisches, post-apokalyptisches Love-Story-Abenteuer. Das Wunderbare an diesem Kleinod ist die Tatsache, dass diese sperrige Umschreibung nicht annähernd ausreicht, um den Kosmos abzustecken. Und trotz all der visuellen und erzählerischen Exzentrik ist “Crumbs” im Kern eine sehr humanistische Geschichte, die tief ins Mark geht.

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Victoria

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An der Ehrenrettung des durchwachsenen Wettbewerbs der Berlinale war in diesem Jahr ein heimisches Stück beteiligt. Genauer gesagt eines, das sich nur wenige Meter von den Leinwänden des Festivals abspielt. Warum “Victoria” tatsächlich eine Hoffnung für das deutsche Kino und dessen Platz auf der internationalen Bühne ist, erläutert Timo in seiner Kritik.

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Kiss the Cook – So schmeckt das Leben (Chef)

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Nach den ersten beiden Teilen von “Iron Man” und “Cowboys & Aliens” hat sich Filmemacher Jon Favreau insgesamt drei Jahre Zeit genommen, um mal wieder einen eigenen Film zu machen. In den letzten Jahren hat er sich eher auf seine Arbeit als Schauspieler und Produzent konzentriert, als eigene Projekte in Angriff zu nehmen. Mit “Chef” (zu Deutsch: “Kiss the Cook – So schmeckt das Leben”) bringt Favreau einen unterhaltsamen Indie-Film über die immer beliebteren Food Trucks und Familie, der sich gleichzeitig zum Thema Filmemacher versus Kritiker äußert und diese Beziehung in gewisser Weise persifliert.

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Eine neue Freundin (Une nouvelle amie)

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Nach „Jung & schön“ („Jeune et jolie“) wendet sich François Ozon ein weiteres Mal dem Thema Sexualität zu. In „Eine neue Freundin“ (“Une neuvelle amie“) dreht es sich um Tod, Liebe und Identität. Da Weltkino so nett war und mir die Blu-Ray zugeschickt hat, bespreche ich neben dem Film bespreche auch die Blu-Ray.

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Shrew’s Nest

Eines der definitiven Highlights des Fantasy Filmfests 2015 ist eine spanische Perle mit dem Namen “Shrew’s Nest” (oder im Original “Musarañas”). Mit der wilden Mischung aus Kammerspiel, Horrorthriller und psychologischem Drama schmeißen die Spanier einen effektiven Schocker auf die Leinwand, der sich nicht nur in den Grenzen seiner Genrevorgaben als überaus guter Film erweist.

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Der Vater meiner besten Freundin

Wenn es darum geht, amouröse Geplänkel auf die Leinwand zu bringen, gehören die Franzosen zu den weltweiten Meistern. Nirgendwo sonst erfahren verwinkelte Liebesgeschichten eine Umsetzung, die so voll mit Komödie, Tragödie und Drama ist. Auch im neuesten Export “Der Vater meiner besten Freundin” (“Un moment d’égarement”) wird dies unter Beweis gestellt. Die heikle Geschichte, die sich zwischen zwei Vätern und ihren jungen Töchtern während eines Urlaubs auf Korsika entwickelt, trifft eine Unmenge an Noten perfekt und gehört zu den Highlights des Kinoherbstes.

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Straight Outta Compton

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Im bald erscheinenden Musik-Drama “Straight Outta Compton” zeigt Regisseur F. Gary Gray den Auf- und Abstieg der Gangsta-Rap-Gruppe N.W.A (Niggaz Wit Attitudes) und seinen bekanntesten Mitgliedern Dr. Dre, Ice Cube und Eazy-E. Dabei wird nicht nur der Werdegang besagter Rapper beleuchtet, sondern auch die Unruhen in Compton und den U.S.A. Ende der ’80er- und Anfang der ’90er-Jahre.

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Louder than Bombs

Frisch von seiner Weltpremiere in Cannes erreicht „Louder than Bombs“, das neue Stück von Joachim Trier, die Münchner Leinwände. Mit einem ungewohnt internationalen Cast behandelt der Norweger die Geschichte einer zerrütteten Familie, die sich Jahre nach dem Tod der Mutter erneut miteinander befassen muss.

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Hungry Hearts

Indie-Darling Adam Driver taucht auf dem Filmfest München mehrfach auf. Seinen womöglich haarsträubendsten Auftritt gibt es in „Hungry Hearts“ vom italienischen Regisseur Saverio Costanzo zu sehen. Ein Ausnahmefilm der das Glück eines jungen Paares bis aufs Äußerste strapaziert.

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