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The Cut

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Lange heiß ersehnt, aus Cannes zurückgezogen, in Venedig uraufgeführt und von der internationalen Filmkritik mit durchwachsenen Urteilen überschüttet. Die Rede ist von „The Cut“, dem neuen Œuvre des Hamburger Regisseurs Fatih Akin, mit dem er seine „Liebe, Tod und Teufel“-Trilogie komplettiert. Im Vorfeld erhitzte der Film vor allem in Akins türkischer Heimat die Gemüter, denn für sein Historienepos wählte der Filmemacher eines der wohl düstersten Kapitel der Geschichte seiner Landsmänner. Thematisiert wird der Völkermord, den die Türken des Osmanischen Reiches während des Ersten Weltkrieges an den Armeniern verübten. Die zum Teil immer noch fehlende Anerkennung des Verbrechens führte dazu, dass dem Regisseur Morddrohungen ins Haus flatterten.

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Whiplash

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Das Leben von Andrew Neyman (Miles Teller) macht nach außen hin nicht besonders viel her. Seine Mutter hat ihn im jungen Alter verlassen, seitdem lebt er mit seinem alleinerziehenden Vater. Besonders populär ist er auch nicht, weder in seiner eigenen Familie noch im schulischen Umfeld. Trotzdem hat der 19-jährige eine Ambition, die in jeder Minute seines Lebens in ihm brennt. Er möchte der nächste große Jazz-Drummer werden. Um diesen Traum zu verfolgen verbringt er Tage und Nächte im Proberaum seiner Musikschule. Ein Zwischenziel erreicht er, als der berühmte und berüchtigte Lehrer Terence Fletcher (J.K. Simmons) ihn als Zweitbesetzung an die Kessel seiner Jazzband setzt. Unter der knochenharten und tyrannischen Lehre des disziplinierten Mentors wird Andrew zu neuen Höhen angetrieben und gleichzeitig an die Grenzen von körperlicher und mentaler Gesundheit geführt.

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Mommy

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Ein Marathon, bei dem in acht Tagen 30 bis 40 Filme erlebt werden wollen, ist im besten Fall gut vorbereitet und wird mit ausgeschlafenem und wachem Geist angegangen. Die Realität sieht natürlich eher so aus, dass man sich am Freitagmorgen um kurz nach 10 mit drei Minuten Verspätung in den großen Saal des Hamburger Abaton-Kinos schleicht, hastig in der ersten Reihe Platz nimmt und auf einen möglichst guten Film hofft, der den Tag mit dem nötigen Adrenalinschub anstößt. Wie schon im letzten Jahr hatte ich das Glück (oder Pech?), dass gleich meine erste Vorführung nicht nur die vermutlich beste des Festivals ist, sondern eine der besten des ganzen Jahres.

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Pride

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Ich bin ja ein entschiedener Gegner des Begriffes „Feel-Good-Movie“. Nicht (nur) weil ich ein unverbesserlicher Zyniker bin, sondern weil der Begriff in meinen Augen für Filme steht, die ihre sentimentalen Geschichten nicht nur oberflächlich verpacken und stark simplifizieren, sondern sie oftmals auch mit scheußlichen Happy Ends versehen. Im Endeffekt ist das klassische Feel-Good-Movie somit nicht viel mehr als ein substanzloser und flacher Versuch, sich möglichst vielen Zuschauern anzubiedern. In nicht wenigen Texten zum britischen Pride wird mit dem Begriff um sich geschlagen. Entsprechend nah liegt die Vermutung, dass es sich beim diesjährigen Eröffnungsfilm des Hamburger Filmfestivals um ein weiteres Werk handelt, dessen einziger Zweck es ist, die emotionalen Knöpfe des Zuschauers zu drücken. Allerdings ist dies nur die halbe Wahrheit.

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Filmfest Hamburg 2014 – Die Highlights

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Zuhause ist es doch immer noch am schönsten. Das liegt nicht nur daran, dass Hamburg vermutlich die großartigste Stadt der Welt ist, sondern auch am jährlichen Filmfestival, das sich in der gemütlichen Nische zwischen Sommer und Herbst platziert hat. Mit 22 Jahren ist die Veranstaltung zwar um Einiges jünger als die großen europäischen Kollegen (Berlin 64 Jahre, Cannes 68 Jahre, Venedig 71 Jahre), doch was dem Filmfest Hamburg an Tradition fehlt, gleicht es in anderen Bereichen mühelos aus. Nicht nur präsentieren die Filmfestspiele der Hansemetropole einige der berühmtesten und begehrtesten Preisträger des vorangehenden Festivaljahres, sie erfüllen auch ihre selbst auferlegte Rolle als Fernrohr für die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen des Planeten. Wo die Festivals in Berlin oder Cannes von riesigen Filmmärkten und einem Überfluss an Glanz und Glamour bestimmt werden, versteht Hamburg sich als ein wahres Publikumsfestival, das den Film, das Kino und ihre unendlichen Möglichkeiten in den Mittelpunkt stellt.

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