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Free Fire

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Das grobe, schnörkellose Action-Kino der 80er und 90er wird dieser Tage von Filmfans schmerzlich vermisst. Zum Glück gibt es aber immer wieder kleine Lichtblicke wie zum Beispiel „John Wick“, die effektgeladene Riesenschlachten mit generischen Charakteren zu Gunsten von handgemachten Stunts und knackiger, brutaler Action vernachlässigen. Das ist anscheinend auch dem Briten Ben Wheatley aufgefallen, der die Kinolandschaft jüngst im Titel wie „High-Rise“ oder „Kill List“ bereicherte. Mit „Free Fire“ versucht er, nach Horrorthrillern und Science-Fiction-Dystopien im Actiongenre eine Fußspur zu hinterlassen. Zu Verfügung steht ihm dafür neben seiner Reputation als junger, stilbewusster Regisseur eine Riege an fähigen Schauspielern wie Brie Larson, Sharlto Copley, Cillian Murphy und Armie Hammer.

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Swiss Army Man

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Wie viele Filme und Geschichten gibt es, die unsere Helden am Rand der Welt aussetzen und sie auf ihrem Heimweg begleiten? Ziemlich viele. „Swiss Army Man“ schenkt uns einen kleinen Twist in Form einer angespülten, noch frischen Leiche, die dem schiffbrüchigen Helden der Story auf seinem Abenteuer Gesellschaft leistet. Zur deutschen Heimkinoveröffentlichung habe ich mir die etwas andere Indie-Perle aus den Staaten erneut angesehen.

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Regression

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In Deutschland bekam der neue Film von Alejandro Amenábar zwar einen Kinostart, fand aber trotzdem unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Dies lag womöglich an den Stimmen zum Film, die größtenteils negativ ausfielen. Oder an einer generellen Übersättigung, wenn es um die Schnittstelle zwischen Krimi, Horror und Thriller geht. Ich habe mir Regression angesehen und kann gut nachvollziehen, warum die große Sause um den Film ausblieb. Mangelnde Qualität ist überraschenderweise nicht der Grund.

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The Hateful Eight

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In seinem angeblich achten Film versucht sich der Meister der Zitate an einem Kammerspiel. In der wundervollen Winterlandschaft Wyoming der 1870er schließt er acht Charaktere in einer verschneiten Hütte ein. Zusammen mit einer Handvoll Feuerwaffen und jeder Menge Hass verwandelt Tarantino in „The Hateful Eight“ einen eisigen Unterschlupf in ein Pulverfass aus Blut, Gewalt und natürlich den cleveren Dialogen, die über die Jahre zu seinem Markenzeichen geworden sind.

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Star Wars: Das Erwachen der Macht (The Force Awakens)

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Was für ein Jahr. Nachdem die Avengers, Ethan Hunt, James Bond und sogar die beliebten Dinosaurier eine neue Auflage bekommen haben, betritt pünktlich zur Weihnachtszeit DER Platzhirsch des Kinos die Bühne. Zehn Jahre nachdem Episode 3 die enttäuschende Prequel-Trilogie beendet hat, flimmert erneut der ikonische Text ins All, unterlegt mit John Williams‘ gewohnter Musik. Kaum jemand muss über die „Star Wars“-Filme und ihren monumentalen Einfluss aufs Kino aufgeklärt werden. Seit George Lucas 1977 das Blockbuster-Kino komplett umgekrempelt hat, ist das Franchise rund um Luke, Leia, Han Solo und die hellen und dunklen Seiten der Macht stetig gewachsen und erfreut sich der wohl größten Fangemeinde weltweit, zumindest im Filmbereich. Das Steuer nimmt nun J.J. Abrams in die Hand, der schon „Star Trek“ aufpoliert und ins 21. Jahrhundert gebracht hat. Mit „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ („Star Wars: The Force Awakens“) stellt er sich einer noch viel schwierigeren Aufgabe. Meine Kritik zum Film ist selbstverständlich SPOILERFREI und kann ohne Risiko gelesen werden.

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Virgin Mountain (Fúsi)

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So sehr Filme es auch versuchen, meistens scheitern sie daran, mentale Krankheiten und Missstände richtig zu porträtieren. In dem viel gefeierten „Silver Linings Playbook“ nehmen bipoläre Störung und Depression die Form von liebenswerten Charakterschwächen an, die sich vom richtigen Partner im Handumdrehen ausbessern lassen. Gerne werden psychisch gestörte Menschen vor allem in Hollywood als Underdogs dargestellt, um sich der eingeschränkten Weltsicht und der limitierten Kompetenz von Hollywood und seinem Publikum zu beugen. Die wahren, interessanten Auseinandersetzungen mit diesem Thema kann man in den Publikumslieblingen und Cash-Magneten des modernen Kinos kaum erwarten. Doch die Hoffnung ist noch nicht endgültig tot. Im Fall von Dagur Káris „Virgin Mountain“ wird sie sogar verstärkt.

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Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten

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Nur einen Monat nach dem Kinostart von „Carol“ erreicht uns mit „Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten“ bereits die zweite Romanverfilmung über Frauen, die in den 1950ern in einem Kaufhaus in New York arbeiten. Dort hören die Parallelen zwischen beiden Filmen allerdings schon auf. „Brooklyn“ erzählt uns die Geschichte der irischen Immigrantin Eilis, die aus dem Nachkriegs-Irland nach New York flüchtet, um dort eine Existenz aufzubauen. Doch ihr starkes Heimweh macht diese Aufgabe zur größten Herausforderung ihres jungen Lebens.

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The Forbidden Room

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Nachdem ich fünf Minuten auf ein leeres Dokument gestarrt und noch immer keinen guten Anfang für diesen Artikel gefunden habe, springe ich einfach rein. Die Wahrheit ist, „The Forbidden Room“ vom kanadischen Experimentalfilmer Guy Maddin ist ein Biest. Ein Biest, dem man sich nur schwer annähern kann, da mir ganz einfach die Worte fehlen, um ihn zu beschreiben und zu beurteilen. Mit meinen rhetorischen Mitteln, die dem Film nur gerade eben angemessen scheinen, will ich es trotzdem versuchen.

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Anomalisa

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Mit „Synecdoche, New York“ hat Charlie Kaufman einen der besten Filme des neuen Jahrtausends abgeliefert. Logische Konsequenz, dass sein nächstes Projekt nicht die erforderlichen Mittel auftreiben konnte und per Kickstarter ins Leben gerufen werden musste. Welches Studio möchte schließlich einen Regisseur/Autor bezahlen, der bisher nur ein höllisch kompliziertes und gleichzeitig tief berührendes Opus über Tod, Kunst und Vergänglichkeit auf seinem (Regie-)Kerbholz hat. Vielleicht überlegen die Geldgeber der Traumfabrik es sich beim nächsten Mal doppelt, denn „Anomalisa“ ist ein komplett anderes Tier. Kaufmans Pinselstrich ist zwar deutlich zu erkennen, aber Methodik und Maßstab des Films unterscheiden sich deutlich vom Vorgänger. Und das liegt nicht nur an den Puppen, die hier als Akteure auftreten.

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Demon

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„Demon“ ist ein ziemlich blöder Titel. Genau wie Vampire oder Zombies wurde die Thematik der dämonischen Besessenheit in den letzten Jahren brutal totgehauen. Gerade in diesem Jahr lief mit „Demonic“ ein Stück, das so schlecht ist, dass ich immer noch darüber lache. Mit diesem Gewäsch hat die polnisch-israelische Ko-Produktion nichts am Hut. Man mag sogar behaupten, dass sie Meilen über den Köpfen ihrer Konkurrenten schwebt. Oder dass Regisseur Marcin Wrona aus seinem Hauptdarsteller eine geradezu epische Leistung herauskitzelt, die den Vergleich zur Linda Blair eines Exorzisten nicht zu scheuen braucht. Behaupten kann man jedoch vieles. Warum für Freunde des anspruchsvollen Genrekinos kein Weg an „Demon“ vorbeiführt, kann ich sogar im Detail erläutern.

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