Kategorie Heimkino

Das Biest (La Bête)

Vom Kölner Label Bildstörung erreicht uns ein weiterer Beitrag zur Reihe der obskuren, bizarren und zumeist sehr lohnenswerten Genreperlen des globalen Kinos. Im Fall von “Das Biest” (oder “La Bête”) sogar ein besonders skandalträchtiges Exemplar, das lange im kinematischen Exil leben musste. Wir haben uns die frisch veröffentlichte Blu-Ray angesehen und sie unter die Lupe genommen!

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96 Hours – Taken 3 (Taken 3)

Mit dem ersten Teil von “Taken” – in Deutschland unter dem Namen “96 Hours” bekannt geworden – hat Liam Neeson so manchen überraschen können. Der Brite (genauer: Nordire) hat seinen Weltstatus eher durch unter anderem dramatischere Rollen erlangt. In diesem Actionfilm von 2008 kickte er aber als Protagonist Bryan Mills Ärsche und rettet damit seine Tochter davor, eine Sexsklavin zu werden. Pierre Morels (“From Paris with Love”, “The Gunman”) “Taken” hat sich vor allem durch seine kompakte Narrative und exzellent choreographierte Kampf- und Actionszenen ausgezeichnet. Da der Film auch an den Kinokassen ordentlich Ärsche gekickt hat und weit über 100 Millionen Dollar einspielen konnte, wurde aus einer Stand-Alone-Story eine Trilogie, die mit “96 Hours – Taken 3” (ja, die Umbenennung von “Taken” hat sich als etwas unsinnig erwiesen) sein Ende gefunden hat.

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Possession

Der “einzig wahre Berlinfilm”, wie er von Jörg Buttgereit getauft wurde, erfährt nach der Veröffentlichung auf DVD nun auch eine Auswertung in HD. Wir haben uns ein Exemplar der kürzlich veröffentlichten Blu-Ray angesehen und uns dem so eigenwilligen wie brillanten “Possession” von Andrzej Żuławski erneut gestellt.

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Mommy

Als Timo und ich uns auf das Filmfest Hamburg im letzten Jahr vorbereitet hatten, haben wir uns auf ein paar Vorstellungen sehr gefreut. Gut, nicht jeder Wunsch wurde erfüllt. Nicht jeder Film war so gut, wie es die Beschreibungen im Katalog des FFHH14 versprochen haben. Aber zumindest haben wir gleich mit einem unserer größten Highlights angefangen: “Mommy” von Xavier Dolan. Dieses kleine frankokanadische Meisterwerk hat uns bereits am ersten Tag und der ersten Vorführung heiß auf mehr gemacht. Lustig und traurig zugleich, dazu mit fantastischen schauspielerischen Leistungen der Haupt- und Nebendarsteller sowie vielen starken Bildern und Einstellungen gespickt.

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Nowitzki: Der perfekte Wurf

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Dirk Nowitzki ist zweifelsohne einer der besten deutschen Sportler aller Zeiten. Zu seinen Erfolgen zählen eine MVP-Trophäe in der Saison 2006/2007, mittlerweile 13 Nominierungen für das All-Star-Game sowie einen Meistertitel aus 2011 inkl. Finals-MVP-Ehrung – und das alles in der stärksten Basketball-Liga der Welt, der NBA. Anfang 2015 hat er sich zudem auf den siebten Rang auf der ewigen Scorerliste (eine Liste der erzielten Gesamtpunkte) der NBA vorgedrungen und wird im Anschluss an seine Karriere mit Sicherheit in die Hall of Fame des Basketballs gewählt werden.

Deswegen verwundert es auch nicht, dass im September 2014 (endlich) eine 105-minütige Dokumentation über das German Wunderkind mit dem Namen “Nowitzki: Der perfekte Wurf” Eingang in die deutschen Kinos gefunden hat. Die Biographie/Sportdoku von Regisseur Sebastian Dehnhart über den langen Blonden ist seit dem 9. April 2015 nun auch für die Heimkinos erschienen. Neben dem Film an sich werde ich mich außerdem mit dem Blu-Ray-Release beschäftigen.

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Die Tribute von Panem – Mockingjay: Teil 1 (The Hunger Games: Mockingjay – Part 1)

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Spätestens seit der “Harry Potter”-Reihe und einem anderen erfolgreich vom Buch auf die Leinwand adaptierten Vierteiler (nein, ich sag hier jetzt nicht “Twilight”) ist es an der Mode zeitgenössische Buchvorlagen, die eine jüngere Zielgruppe zwischen 12 und 21 ansprechen, mehr oder weniger aufwendig zu verfilmen. Neben “Maze Runner”, “Insurgent” und wie sie alle heißen wurde auch “Die Tribute von Panem” mit einem hochklassigen Cast auf Film übertragen. Mit “Die Tribute von Panem – Mockingjay: Teil 1” von 2014 geht diese Reise von Katniss Aberdeen (Jennifer Lawrence) in die dritte und damit auch vorletzte Runde.

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Annabelle

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Als im Jahre 2013 der paranormale Horrorfilm “The Conjuring – Die Heimsuchung” in die Kinos kam, haben sich viele Kritiker überschlagen mit Lob. Der Film handelt vom Ehepaar Ed und Lorraine Warren, die zwischen den 60er- und 90er-Jahren als Dämonologen in den USA zugegen waren. Dabei dreht sich das Geschehen um einen tatsächlichen Fall – die Familie Perron, die mutmaßlich vom Geist einer bösen Hexe heimgesucht wurde. Während des Films gab es auch eine kleine Randerscheinung, die viele Zuschauer die Nackenhaare hochstehen ließ. Es war die von einem Dämon besessene Puppe Annabelle, die ein Jahr später ihr gleichnamiges Spin-off bekommen sollte.

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The Raid 2: Berandal

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Bevor die Besprechung der Blu-Ray von The Raid 2: Berandal startet, möchte ich euch auf Timos Review zum Film an sich aufmerksam machen. Da es keinen Sinn macht die Story und unsere Bewertung zweimal aufzudröseln, könnt ihr unter diesem Link erfahren, wie uns der Film gefallen hat (ich gehe mit Timo d’accord).

Das Review möchte ich im Folgenden in die drei Kategorien Bild, Ton und Extras aufteilen. Zum Schluss gebe ich euch ein Fazit und eine Kaufempfehlung (oder nicht).

Die Kritik bezieht sich dabei auf die Standard-Blu-Ray-Version des Films. Sowohl die Special als auch die Ultimate Edition weisen mehr Zusatzmaterial auf. Aber dazu kommen wir noch.

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Nymphomaniac

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Der Begriff “enfant terrible” ist zwar sehr abgegriffen und inzwischen kaum mehr verwendbar, in einer Diskussion über Lars von Trier aber nicht zu umgehen. Seit Jahrzehnten produziert der dänische Regisseur hochwertige Filmkost und ist von der internationalen Bühne nicht wegzudenken. Was ihn zwischen anderen Filmemachern herausstellt ist allerdings weder sein Gespür für Bilder und Szenen, noch seine Fähigkeit, ungeahnte Leistungen aus seinen Akteuren zu kitzeln. Lars von Trier ist eine der letzten Figuren der Branche, die mit ihren Filmen nicht nur ein saftiges Honorar sucht, sondern auch die stete Konfrontation mit Publikum, Sittenwächtern und Kollegen. Sein aktuelles Werk “Nymphomaniac” bildet natürlich keine Ausnahme. In seinem 4-stündigen Opus (im “Director’s Cut” sogar 5,5 Stunden lang) beleuchtet er das Leben und Leiden der Nymphomanin Joe. Zur Heimkino-Veröffentlichung haben wir den pseudo-schmuddeligen Zweiteiler Revue passieren lassen.

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Coherence

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Vor genau 10 Jahren erschien ein Film, der für mich die Spitze des amerikanischen Indie-Kinos des Milleniums darstellt und außerdem einen festen Platz in meinem persönlichen Olymp der Science-Fiction-Filme besetzt. “Primer” ist der Inbegriff des unabhängigen Kinos. Mit einer brillanten Idee, einem Budget von happigen 7000$ und beinahe 0 Ressourcen machte sich der Mathematiker Shane Carruth daran, einen monumentalen Zeitreise-Film zu produzieren. Neben einer der Hauptrollen übernahm er in seinem Leidenschaftsprojekt die Regie, das Drehbuch, die Produktion, das Sounddesign, den Schnitt und natürlich auch den Vertrieb. Wer mit dem Film nicht vertraut ist: Es geht um zwei Wissenschaftler, die durch Zufall eine Maschine bauen, mit der sie einige Stunden in der Zeit zurückgehen können. Durch das Interagieren verschiedener Versionen der Wissenschaftler und eine Reihe von Paradoxen entwickelt sich der Film zu einem chaotischen und fast undurchdringlichen Puzzle.

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